Wie breit und wie hoch sollte ein Badspiegel sein? Mit unseren Faustregeln zu Waschtischbreite, Montagehöhe und Raumwirkung finden Sie das passende Maß und messen Ihr Bad in vier Schritten richtig aus.
Ein Badspiegel nach Maß hat einen großen Vorteil gegenüber Standardgrößen aus dem Baumarkt: Er passt exakt zu Ihrem Waschtisch, zur Nische und zur Raumhöhe. Doch welche Größe ist die richtige? Zu klein wirkt verloren, zu groß erdrückt kleine Bäder. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Breite, Höhe und Montagehöhe Ihres Spiegels richtig bestimmen, welche Form zu welchem Bad passt und was Sie beim Ausmessen beachten sollten.
Regel 1: Die Breite richtet sich nach dem Waschtisch
Der wichtigste Bezugspunkt ist der Waschtisch oder das Waschbecken. Als Faustregel gilt: Der Spiegel sollte etwa so breit wie der Waschtisch oder ein wenig schmaler sein. Ein Spiegel, der auf beiden Seiten 2 bis 5 cm schmaler ist als der Waschtisch, wirkt ruhig und aufgeräumt. Breiter als der Waschtisch sollte er nur werden, wenn er die gesamte Wand über einer Waschtischplatte einnimmt.
| Waschtischbreite | Empfohlene Spiegelbreite | Typische Situation |
|---|---|---|
| 45 bis 55 cm | 40 bis 50 cm | Gäste-WC, kleines Bad |
| 60 bis 70 cm | 55 bis 70 cm | Einzelwaschtisch, Standardbad |
| 80 bis 100 cm | 75 bis 100 cm | Großer Einzelwaschtisch |
| 120 bis 140 cm | 110 bis 140 cm | Doppelwaschtisch, ein durchgehender Spiegel |
| Doppelwaschtisch mit zwei Becken | 2 × 50 bis 60 cm | Zwei einzelne Spiegel über jedem Becken |

Regel 2: Die Höhe richtet sich nach den Nutzern
Bei der Höhe zählt weniger die Optik als die Praxis. Alle Personen im Haushalt sollten ihr Gesicht bequem sehen können, ohne sich zu bücken oder auf die Zehenspitzen zu stellen. Zwei Werte helfen bei der Planung:
- Unterkante: etwa 20 bis 30 cm über dem Waschtischrand, bei Aufsatzwaschbecken entsprechend höher, damit die Armatur nicht vor dem Spiegel steht.
- Oberkante: mindestens 10 bis 15 cm über der Augenhöhe der größten Person, in der Praxis meist bei 190 bis 200 cm.
Daraus ergibt sich bei einem Standardwaschtisch mit 85 cm Höhe eine Spiegelhöhe von rund 70 bis 90 cm. Wer den Spiegel auch im Sitzen nutzen möchte, etwa am Schminktisch, wählt die Unterkante entsprechend tiefer.
Regel 3: Der Spiegel muss zum Raum passen
Ein Spiegel spiegelt nicht nur Sie, sondern auch den Raum. Nutzen Sie diesen Effekt gezielt:
- Kleines Bad: Ein möglichst breiter Spiegel, gern von Wand zu Wand über dem Waschtisch, lässt den Raum optisch doppelt so groß erscheinen. Eine Hintergrundbeleuchtung verstärkt diesen Effekt, weil der Spiegel scheinbar von der Wand abhebt.
- Schmales, hohes Bad: Ein hochformatiger Spiegel betont die Raumhöhe. Ein Querformat lässt niedrige Räume dagegen breiter wirken.
- Großes Bad: Hier darf der Spiegel zum Blickfang werden, etwa als großes Rund, als Oval oder als Spiegel mit doppeltem Lichtrahmen.
- Fensterloses Bad: Ein großer LED-Spiegel ersetzt das fehlende Tageslicht und sollte eher großzügig ausfallen.

Rund, oval, rechteckig oder halbrund?
Die Form beeinflusst, welche Größe stimmig wirkt. Ein runder LED-Spiegel braucht Luft um sich herum und sollte deshalb nicht die volle Waschtischbreite ausfüllen. Bewährt haben sich Durchmesser zwischen 60 und 80 cm über einem Einzelwaschtisch. Ovale Spiegel im Hochformat wirken elegant und sparen Breite. Rechteckige und quadratische Spiegel nutzen die Fläche über dem Waschtisch am effektivsten und eignen sich für alle Raumgrößen. Halbrunde Spiegel mit einer geraden Unterkante sitzen bündig auf einer Fliesenkante oder Ablage auf und wirken besonders modern.
Soll der Spiegel eine Nische, eine Dachschräge oder eine Ecke mit ungewöhnlichem Winkel ausfüllen? Dann lohnt sich ein Blick auf unsere Spiegel in Sonderformen, die wir individuell nach Ihrer Skizze fertigen.
Richtig ausmessen in 4 Schritten
- Waschtisch messen: Notieren Sie die Breite des Waschtisches und die Höhe seiner Oberkante ab Boden.
- Verfügbare Wandfläche prüfen: Messen Sie den Abstand zwischen Waschtisch und Decke sowie zu seitlichen Wänden, Schränken oder Leuchten. Ziehen Sie mindestens 5 cm Abstand zu Hindernissen ab.
- Störfaktoren berücksichtigen: Steckdosen, Lichtschalter, Wandarmaturen und Fliesenkanten. Bei LED-Spiegeln planen Sie außerdem den Stromanschluss hinter dem Spiegel ein.
- Probeausschnitt anbringen: Kleben Sie die geplante Größe mit Malerkrepp an die Wand oder schneiden Sie sie aus Pappe aus. So sehen Sie sofort, ob die Proportionen stimmen.
Die ermittelten Werte geben Sie direkt im Konfigurator des jeweiligen Spiegels ein. Wir schneiden die Spiegelplatte in unserer Werkstatt exakt nach Ihren Maßen zu, schleifen und polieren die Kanten und montieren die Beleuchtung. Mehr über die Fertigung erfahren Sie auf unserer Seite Über uns.

Häufige Fragen zur Spiegelgröße
Darf der Spiegel breiter sein als der Waschtisch?
Ja, wenn er die gesamte Wand über einer Waschtischplatte einnimmt und beidseitig bündig abschließt. Ragt er nur wenige Zentimeter über den Waschtisch hinaus, wirkt es oft unruhig.
Wie groß sollte ein Spiegel über einem Doppelwaschtisch sein?
Entweder ein durchgehender Spiegel in Waschtischbreite oder zwei gleich große Spiegel mittig über den Becken. Zwei runde Spiegel mit 60 bis 70 cm Durchmesser sind hier ein beliebter Klassiker.
Welche Größe passt ins Gäste-WC?
Über einem schmalen Handwaschbecken reichen 40 bis 50 cm Breite. Ein hochformatiger oder runder Spiegel nutzt die begrenzte Fläche am besten.
Kann ich einen Spiegel mit Rahmen auch nach Maß bestellen?
Ja. Neben LED-Spiegeln fertigen wir auch klassische Spiegel mit und ohne Rahmen in Ihrem Wunschmaß.
Fazit
Die richtige Spiegelgröße ergibt sich aus drei Fragen: Wie breit ist der Waschtisch, wie groß sind die Nutzer und wie wirkt der Raum? Mit den Faustregeln aus diesem Ratgeber finden Sie in wenigen Minuten das passende Maß. Den Rest übernehmen wir: Im Konfigurator geben Sie Breite und Höhe ein, wählen Beleuchtung und Extras, und wir fertigen Ihren Badspiegel nach Maß in unserer eigenen Werkstatt. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.